25 Erfolgsfaktoren für einen Onlineshop

Kaum eine andere Branche verändert sich so schnell wie der E-Commerce. Jeden Tag werden mehr und mehr Onlineshops zu einem gemeinsamen Thema erstellt, und Onlineshopbetreiber stoßen auf immer mehr Konkurrenz. Sehr viele setzen ein hohes Budget für Werbung ein, um mehr Traffic zu gewinnen. Doch ist hoher Traffic keine Garantie für eine hoher Konversion. Gehen mehr Nutzer auf die Seite, heißt dies nicht automatisch, dass sie zu Kunden werden. Die einzige Lösung ist, den Besucher davon zu überzeugen, Kunde zu werden und für dieses Ziel seinen Onlineshop zu optimieren.

Aus acht Jahren Erfahrung kennen wir die Erfolgsfaktoren für Unternehmen mit Onlineshops, die mehr Kunden und mehr Umsatz bringen.

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1. Interface Interface 

Den ersten Eindruck über die Website machen das Design der Website und seine klare Struktur. Das Interface soll bei den Kunden das Interesse sofort wecken. Das erfolgreiche Design soll ästhetisch und minimalistisch sein, was sich positiv auf die visuelle Wahrnehmung auswirkt. Deutliche Bilder mit Unterschriften, Videos, bunten Überschriften und ein gut strukturierter Textaufbau bedeuten eine Steigerung der Käuferzahl.
Eine logische Seitenarchitektur mit nur wenigen ausgewählten Hauptkategorien und einer kleinen Anzahl an Unterebenen steigert die Nutzerfreundlichkeit. Der Nutzer soll jederzeit unkompliziert zur Startseite zurückfinden und alle wichtigen Bereiche wie Warenkorb und Hauptnavigation im Blick behalten können.

Tipp: Selbst die Farben und Größe des Buttons „In den Warenkorb“ oder „Kaufen“ sowie die Größe und Qualität der Bilder sind wichtig. Das ruft bestimmte Emotionen hervor. Grüne Farbe wirkt zum Beispiel besser als rote. Blau beruhigt. Sie können bestimmte Farben wählen, abhängig von Ihrer Zielgruppe oder dem Zweck.

2. Usability, Navigation

Usability, NavigationBenutzerfreundlichkeit der Webseite hilft den Kunden, ihre Ziele möglichst schnell und bequem zu erreichen. Gute und übersichtliche Navigation ist der erste Schlüssel zum Erfolg. Die Nutzer wollen nicht viel Zeit auf der Suche nach bestimmten Waren beziehungsweise Dienstleistungen verbringen. In diesem Fall helfen der Suche-Button und logische Kategorien der Waren: je nach der Art, dem Preis oder dem Hersteller.
Systematisieren Sie Ihre Artikel, je einfacher – desto besser. Die Filterung der Produkte ist bei der Wahl der Waren auch von Bedeutung, es soll möglich sein, je nach Wünschen die aufgesuchten Artikel zu sortieren und den Suchkreis zu reduzieren.

Tipp: Auf der Produktseite sollte der Button „In den Warenkorb“ oder „Kaufen“ gut sichtbar sein, am besten als „einziger richtiger“ Button auf der Seite, motivieren Sie den Kunden, den Button anzuklicken, indem Sie z.B. die Vorteile Ihres Shops aufzählen.

3. Content

Content ist the King! Guter Content für einen Onlineshop ist:Content

  • Produktbeschreibungen (siehe Punkt 12)
  • Produktbewertungen (siehe Punkt 20)
  • Blog
  • Informationsseiten

Als Marketing-Strategie ist Blog-Marketing einer der Erfolgsfaktoren für einen Onlineshop. Dabei bedeutet dies oft weit mehr als eine einfache SEO-Maßnahme. Das heißt, der Blog sollte mehr leisten als eine Suchmaschinenoptimierung. Gründe für die
Erstellung eines Blogs:

  • Allgemeine Produktinformationen oder Neuheiten vorstellen
  • Kundenbindung
  • Aktive Kundeninformation zur Beeinflussung der Kaufentscheidung
  • Suchmaschinenoptimierung

Für das erfolgreiche Blog-Marketing empfiehlt es sich, Beiträge nicht öfter als dreimal pro Woche zu posten. Schreiben Sie über aktuelle Themen, die Ihre Zielgruppe interessieren und die den Lesern einen Mehrwert bieten.

Tipp: Wer aber bei Blog-Marketing hauptsächlich auf SEO-Texte orientiert, soll eine Frage beantworten: Kaufen Suchmaschinen die Produkte oder richtige Kunden? Schreiben Sie also für richtige Menschen, nicht für Maschinen.

4. Sicherheit

Für Kunden wird die Sicherheit von solchen Faktoren geprägt:

  • Sichere Zahlung
  • Verschiedene Versandarten
  • Rückgabemöglichkeiten
  • Geld-zurück-Garantie
  • Datenschutz
  • Impressum

Sicherheit OnlineshopKlare Informationen über den Anbieter sollten auf jeder Seite Pflicht sein. So sollten im Impressum der Name des Unternehmens, die ladungsfähige Anschrift mit Straße, Hausnummer und Ort sowie ein verantwortlicher Ansprechpartner oder die gesetzlichen Vertreter schnell aufzufinden sein. Der vertrauensvolle Umgang mit den überlassenden Kundendaten ist essenziell. Der Kunde muss sicher sein, dass seine Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Kundendaten und Kreditkarteninformationen sollten verschlüsselt per SSL übertragen werden.

Tipp: Sorgen Sie dafür, dass die Vorteile eines Kaufs bei Ihrem Shop sowie vorhandene Gütesiegel (zum Beispiel Tipp: Sorgen Sie dafür, dass die Vorteile eines Kaufs bei Ihrem Shop sowie vorhandene Gütesiegel (zum Beispiel Trusted Shops Gütesiegel) klar und deutlich hervorgehoben sind. Sorgen Sie auch dafür, dass Ihr Shop über ein SSL- Zertifikat verfügt.

>Trusted Shops Gütesiegel) klar und deutlich hervorgehoben sind. Sorgen Sie auch dafür, dass Ihr Shop über ein SSL- Zertifikat verfügt.

5. Suche

Eine intelligente Suchfunktion und übersichtliche Produktkategorisierung erleichtern die Wahrnehmung des Onlineshops. Heben Sie gewisse Artikel durch die Angabe der besonderen Marketing-Merkmale hervor, z.B. Neuigkeit, Topseller, Empfehlung, limitiertes Angebot etc.
Tipps für eine erfolgreiche Suchfunktion:

  • Autosuggestion mit Artikeln und Kategorien;Suche für Onlineshop
  • Fehlertolerante Suche;
  • Variantensuche;
  • Anzeige von Kategorienamen und -bildern mit passenden Suchergebnissen;
  • Anzeige von zusätzlichen Artikelinfos direkt im Suchfenster (z.B. Preis, kurze Beschreibung etc.);

Tipp: Es ist sehr wichtig, dass die Suche alle möglichen Variationen von Suchanfragen berücksichtigt, da solche Benachrichtigungen wie "keine Ergebnisse gefunden" für den Benutzer sehr störend sind.

6. Einfacher Bestellprozess

Einfacher BestellprozessDie Abbruchrate im Checkout beträgt etwa 75%. Somit kann eine gelungene Optimierung des Bestellprozesses zu einer wesentlichen Erhöhung Ihres Umsatzes führen Zeigen Sie dem Käufer klar und deutlich, welche Schritte zum Abschluss des Kaufs notwendig sind, damit er weiß, dass es nicht lange dauert. Bieten Sie unbedingt eine Bestellung ohne Registrierung an und zeigen Sie ganz klare Vorteile, warum sich der Kunde registrieren soll, wenn Sie es von Ihm erwarten.
Die Anmeldung für den Kauf muss schnell, bequem und nicht überfrachtet sein. Fragen Sie nur die tatsächlich notwendigen Informationen ab (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Adressen) und vermeiden Sie lange Befragungen. Der Kunde muss
verstehen, wozu die erfragten Informationen dienen. Bei diesem Schritt verliert der Kunde die meiste Zeit, helfen Sie ihm mit der Adressenvervollständigung.

Tipp: Vermeiden Sie beim Checkout irgendwelche Ablenkungsfaktoren wie, z.B. zusätzliche Artikel anbieten, Animationen, Banner, auffällige Navigationsleiste etc. Der Kunde sollte sich voll und ganz auf den Abschluss der Bestellung konzentrieren.

7. Gestaltung des Warenkorbs

Gestaltung des WarenkorbsDer Mini-Warenkorb sollte in der rechten oberen Ecke platziert sein. Er soll gut sichtbar sein, damit der Kunde jederzeit darauf zugreifen kann. Die Gestaltung des Mini-Warenkorbs soll verständlich und übersichtlich sein. Die wichtigsten Angaben dabei sind die Anzahl der gewählten Produkte, Preis der bestellten Waren und Preis des gesamten Warenkorbes. Auf der Warenkorbseite sollte der Kunde eine klare Übersicht über alle verfügbaren Produkte inkl. aller wichtigen Infos sehen – Produktname, Produktfoto, ausgewählte Produktoptionen. Selten ist es empfehlenswert, den Kunden hier nochmal die Empfehlungen zu zeigen, welche Produkte zu den ausgewählten gut passen würden. Der Kunde sollte möglichst einfach das Produkt aus dem Warenkorb entfernen, oder dessen Anzahl verändern können. Der Button „zur Kasse“ sollte gut sichtbar sein und zum Anklicken motivieren. Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit an, Gutscheine und Rabatte zu nutzen.

Check-list

  • Ist der Warenkorb rechts oben?
  • Wird der Warenkorb aktiviert, wenn ein Artikel darin gelegt wurde?
  • Es soll die Anzahl der Artikel angegeben werden, z.B. «+1».
  • Ist der Warenkorb einfach zu bearbeiten? (die Artikel löschen, die Menge ändern)
  • Liegen alle Artikelinformationen vor? (Name, Preis, Größe, Farbe, Menge, Produktbild)

8. Schnelle Ladezeiten

Schnelle LadezeitenDie User wollen nicht lange warten, bis eine Webseite komplett geladen ist. Über 50% der Nutzer verlassen einen Onlineshop, dessen Wartezeiten über drei Sekunden liegen. Sie können Ladezeiten Ihres Onlineshops auf zwei Weisen verbessern: durch
Optimierung Ihrer Serverinfrastruktur und deren Konfiguration sowie durch die Optimierung Ihres Onlineshops selbst.

  • Nehmen Sie schnellere Server und lassen Sie diese optimal konfigurieren, um die 100% Performance zu bekommen.
  • Verlangen Sie von Ihren Programmierern, dass diese saubere und valide Codes erstellen.
  • Nutzen Sie die Komprimierung für JavaScripts, CSS-Dateien und Bilder und reduzieren Sie die Anzahl dieser Dateien, denn jede solche Datei muss für den Onlineshopbesucher vom Server separat abgefragt werden.
  • Lassen Sie so viel Inhalte wie möglich cachen. Entfernen Sie aus wichtigen Seiten alle Inhalte und insbesondere Grafiken, die für die Nutzer kaum von Interesse sind.

Tipp: Vermeiden Sie Werbung. Sie macht die Website langsamer und irritiert in den meisten Fällen die Besucher.

9. Anpassung an alle Endgeräte

Responsive DesignHeutzutage sollte niemand eine Webseite besitzen, die nicht responsive ist, das heißt, die Website sollte für alle Endgeräte gleich gut nutzbar sein. Der Grund: Fast die Hälfte aller Menschen in Deutschland verwenden ein Smartphone, um im Internet zu surfen. Man ist damit auf Websites unterwegs, will nur kurz Kontaktdaten suchen oder sich über ein
Angebot informieren.
Beim Responsive Design wird die Webseite so programmiert, dass sich die verschiedenen Bildschirmelemente automatisch an den Bildschirm anpassen. Somit wird sichergestellt, dass die Seite immer richtig angezeigt wird, ganz egal welches Gerät
der Nutzer verwendet. So verhindert man auch unschöne Fehler bei der Darstellung. Ohne Responsive Design kann Ihre Website nicht korrekt dargestellt werden. Dies hinterlässt nicht nur einen schlechten Eindruck, sondern verhindert unter Umständen sogar, dass Ihr (potenzieller) Kunde die Information findet, nach der er sucht und sich frustriert von Ihnen abwendet.

Tipp: Laut unseren aktuellen Statistiken erfolgen über 50% der Verkäufe unserer Kunden über mobile Geräte - Responsive Design ist heutzutage ein Muss. Die mobile Nachfrage wird auch weiter steigen und die responsive Umsetzung von Webprojekten bald zum Standard werden. Rüsten Sie Ihre Website daher jetzt um und bereiten Sie Ihren Internetauftritt auf die Zukunft vor.

10. SEO

SEOViele Onlinehändler glauben, dass es ausreicht, möglichst viele Produkte aufzulisten, um hohen Traffic zu generieren.
Damit die Webseite für die Suchmaschinen optimiert wird, muss man folgende Maßnahmen durchführen: Stellen Sie sich sicher, dass die Produktseiten Titel Tag, Meta Beschreibung und H1-H3 Tags haben. Die Artikelseiten ohne Beschreibungen sind wohl kaum in den oberen Ergebnissen bei der Google-Suche. Übernehmen Sie die Produktbeschreibungen des Herstellers NICHT! Warum? Google rankt die Seiten mit Non Unique Content niedriger oder schließt diese aus den Suchergebnissen aus. Beobachten Sie die Rankings Ihres Onlineshops für themenrelevante Suchbegriffe.
Analysieren Sie die Ursachen der Verluste Ihrer Webseite und die Ursachen des Gewinns Ihrer Konkurrenten. Legen Sie „sprechende“ URLs an. Solche URLs bestehen aus relevanten Begriffen (Produktname, Hersteller, Marke o.Ä.). Sie werden häufiger angeklickt und von den Suchmaschinen als unique genommen. Vermeiden Sie Duplicate Content (gleiche Inhalte mit unterschiedlichen URLs). Sorgen Sie auch für interne Verlinkungen.

Tipp: Optimieren Sie Ihre Bilder, um die Ladezeiten zu reduzieren. Die Ladezeiten beeinflussen das Ranking der Website. (Siehe auch Punkt 8).

11. Design

Das Shopdesign ist für das attraktive Einkaufserlebnis von großer Bedeutung. Das Design, besonders die Startseite ist das Aushängeschild. Tipps für das erfolgreiche DesignDesign Onlineshop:

  • Wenn die Produktfotos bunt und auffällig sind – so soll das Design minimalistisch, schlicht sein;
  • Überladen Sie die Startseite nicht mit vielen Informationen;
  • Nutzen Sie auf den Produktseiten so viele Produktfotos wie möglich, am besten sollen die Produkte vor einem weißen Hintergrund platziert sein;
  • Positionieren Sie die wichtigsten Elemente leicht auffindbar;
  • Heben Sie die für den Kaufprozess wichtigen Buttons durch die Farbe oder Größe hervor;
  • Die Produktbilder sollen hochqualitativ und in großer Auflösung verfügbar sein, damit die Kunden ein Produkt richtig „unter die Lupe“ nehmen können.

Tipp: Die Bedeutung der Farben soll nicht vernachlässigt werden: Gelb steht für Optimismus, Freude und Lebendigkeit, orange wirkt freundlich und lässt teure Artikel preiswert erscheinen. Rot steht für die Liebe, Leidenschaft und Sinnlichkeit, grün wirkt natürlich, frisch und positiv. Braune Farbe ist besonders für Naturprodukte und Landwirtschaft geeignet.

12. Produktbeschreibungen

ProduktbeschreibungenDie Produkte sollen Beschreibungen haben, welche detailliert, deutlich und informativ sein müssen. Vermeiden Sie komplizierte Sätze und Fachwörter. Verbessern Sie die Qualität Ihrer Produktbeschreibungen durch Angabe von zahlreichen Produkt-Eigenschaften, um die Filterung der Produkte für die Kunden zu ermöglichen oder zu vereinfachen. Pflegen Sie auch eigene besondere Eigenschaften bei Ihren Produkten ein, die Ihre Wettbewerber nicht haben.
Wenn es zu dem Produkt passendes Zubehör oder verwandte Produkte gibt, lohnt es sich, darauf hinzuweisen. Und vergessen Sie nicht Ihre Suchmaschinenoptimierung (siehe Punkt 10).
Für Verwaltung der Produktinformationen lohnt es sich, ein PIM-System zu benutzen, z.B. TreoPIM - alle Produktdaten werden in einem zentralen Repository gespreichert, optimiert, vereinheitlicht, auf alle passenden Kanäle geliefert usw. 

Tipps für kreative Produktbeschreibungen:

  • Orientieren Sie sich auf die Kundengruppe: Wer sind Ihre Kunden, was sind ihre Bedürfnisse? Welche Gemeinsamkeiten haben die Käufer?
  • Entfalten Sie in Produktbeschreibungen den Nutzen des Produktes.
  • Finden Sie heraus, was Ihr Produkt besonders macht, und machen Sie das zu einem Schwerpunkt.

Tipp: Strukturierung der Texte, Verwendung von Aufzählungen und Produktbilder direkt im Text verbessern die Lesbarkeit und helfen dem Kunden, das Produkt besser zu verstehen. Die Darstellung der Artikel kann sachlich-neutral oder unterhaltsam sein, wählen Sie für sich die richtige Art.

13. Zahlungsarten

Die meisten Kaufabbrüche erfolgen im Bestellprozess, weil die Kunden keine bevorzugten Zahlungsmethoden finden. Sie erwarten eine einfache Zahlung, deswegen ist die Anzahl der Zahlungsmethoden so wichtig. Zu viele Zahlungsarten können die Kunden auch abstoßen. Bevor Sie sich für bestimmte Zahlungsmethoden entscheiden, empfiehlt es sich, die wichtigen Mitbewerber in Ihrem Bereich zu analysieren. Die in Deutschland beliebtesten Zahlungsarten sind:

  • PayPalZahlungsarten Onlineshop
  • Rechnungskauf
  • Kredit/Debitkarte
  • Lastschrift
  • Vorkasse
  • Nachnahme

Gestalten Sie den Checkout möglichst einfach, um die Abbruchrate zu reduzieren. Vermeiden Sie beim Checkout irgendwelche Ablenkungsfaktoren wie, z.B. zusätzliche Artikel anbieten, Animationen, Banner, auffällige Navigationsleiste etc. Der Kunde sollte sich voll und ganz auf den Abschluss der Bestellung konzentrieren.

Tipp: Wenn Sie Onlineshops in mehreren Ländern betreiben, muss man beachten, dass die Vorlieben der Kunden sich von Land zu Land unterscheiden.

14. Versandarten

Versandarten OnlineshopOnline-Kunden sind sehr anspruchsvoll und erwarten bei einem Onlineshop, dass er allen Anforderungen entspricht. Dazu gehören auch passende Versandbedingungen. Folgende Gebote helfen Ihnen, den Versandprozess richtig zu gestalten:

  • Wenn möglich, bieten Sie kostenfreien Versand an (es ist ein großer Pluspunkt);
  • Bieten Sie auch mehrere Versandarten an;
  • Für brechbare und leicht verderbliche Produkte empfiehlt es sich auch entsprechende Versandarten anzubieten, damit der Kunde keine Angst haben muss, dass der Artikel zerbricht oder verdirbt.
  • Ermöglichen Sie Ihren Kunden eine Selbstabholung.
  • Die Lieferfrist soll deutlich angegeben sein.

Die Versandarten hängen selbstverständlich von der Größe, dem Gewicht und dem Wert der angebotenen Artikel ab. Die in Deutschland gängigen Versender: DHL, Deutsche Post, DPD, TNT, UPS, FedEX, Hermes, GLS u.a.

Tipp: Wenn Sie die Artikel auch ins Ausland versenden, geben Sie die Versandkosten für jedes einzelne Land konkret an. Formulierungen wie „Versandkosten ins Ausland auf Anfrage“ verstoßen gegen die Preisangabenverordnung.

15. CRM-System

CRM steht für Customer Relationship Management (deutsch – Kundenbeziehungsmanagement) und bezeichnet alle Maßnahmen, die ein Unternehmen für die Gestaltung der Kundenbeziehungen durchführt. Alle Kundeninformationen sind bequem strukturiert und jederzeit verfügbar:

  • Kontaktdaten (Adresse, Telefon, E-Mail, etc.)CRM system
  • Laufende Aufträge
  • Vergangene Aufträge
  • Persönliche Informationen (über soziale Netzwerke, Geburtstag, pers. Vorlieben)

Sie können die Kunden in bestimmte Kundengruppen unterteilen und ihnen entsprechende Angebote zusenden; Reports analysieren und eine richtige Marketing-Strategie wählen.

Auf dem heutigen Markt gibt es viele CRM-Angebote: server- und cloudbasiert. Bei den meisten cloudbasierten CRMs muss man monatlich eine feste Gebühr bezahlen, die häufig von der Benutzeranzahl anhängt. Es gibt viele kostenlose serverbasierte CRM-Systeme, bei denen nur zusätzliche Programmierungen einmal zu bezahlen sind.

Wir empfehlen Ihnen TreoCRM.

Die Vorteile dieses Systems für KMU: Geringe Einführungskosten und kurze Time-to-Market; Keine Lizenzkosten; Erweiterbar und anpassbar durch eigene Module; Konfigurierbare Entities, Layouts, Workflows und Reports usw;

16. Cross-Selling

Cross-Selling bezeichnet den Verkauf von sich ergänzenden Produkten oder Dienstleistungen. Zum Beispiel: Der Kunde kauft ein Handy und Sie bieten ihm Kopfhörer und Hülle dazu. Schritte zum erfolgreichen Cross-Selling:Cross Selling

1. Bestimmen Sie Kernprodukte und zusätzliche Produkte:

  • Das Sortiment analysieren: Welche Artikel sind beliebt, welche – weniger;
  • Welche der beliebten Artikel können mit weniger beliebten verbunden sein;
  • Wie benutzen Kunden diese Artikel? Was können sie als Zusätzliches brauchen?
  • Kauft man ein Zelt – so können beispielsweise eine Angelrute, ein Panamahut oder ein Rucksack nötig sein.

2. Bieten Sie nicht zu viele Varianten – drei bis vier sind ausreichend. Und der Preis von zusätzlichen Produkten soll nicht mehr als 25 Prozent des Preises des Hauptproduktes betragen.

3. Der Block der zusätzlichen Produkte kann auf der Produktseite angezeigt werden. Dabei ist es zu beachten:

  • Die zusätzlichen Artikel sollen den Kunden nicht vom Kauf ablenken;
  • Die Bilder sollen von hoher Qualität sein;
  • Wichtig: Die zusätzlichen Artikel sollen unbedingt im Lager sein!

Tipp: Verwenden Sie E-Mail-Marketing. Analysieren Sie, was der Kunde schon gekauft hat und denken Sie, was er noch brauchen kann. Bieten Sie ihm zusätzliche Artikel an, die zu von ihm schon gekauften Produkten gut passen.

17. Rabatte

Kunden lieben Rabatte, Gutscheine oder Gratis-Deals - kommen sie ins Spiel, steigt die Konversion und der Absatz. Hauptziele vom Einsatz der Rabatte sind: Konversionsteigerung, Kundenbindung, Kundengewinnung, Retargeting und Engagement.
RabatteBetreiben Sie ein aktives Marketing. Verschiedene Rabattaktionen, zum Beispiel kostenfreie Lieferungen oder Rücksendungen sowie verschiedenartige Gutscheine, Promotionen und Aktionen werden Ihren Umsatz ankurbeln. Bieten Sie auch Neukundenrabatte an, denn diese Kundengruppe ist meistens die größte in Ihrem Shop. Verlieren Sie dabei aber nicht den Kopf und vergewissern Sie sich, dass Ihr Onlineshop durch solche Promotionen und Aktionen nicht in die Verlustzone reinrutscht.

Folgende Aktionen und Promotionen sind denkbar:

  • Gratis-Artikel anbieten – kaufen Sie Produkt A und bekommen Sie Produkt B geschenkt
  • Stückzahlrabatte – Kaufen Sie 3 Stück und zahlen für 2
  • Gutscheine für Neukunden oder für eine Newsletter-Anmeldung
  • Produkt- oder kategoriebezogene Rabatte
  • Rabatte zu einem persönlichen Anlass oder zu einem Feiertag
  • Kostenlose Lieferung ab bestimmten Warenkorbwert

18. Preisschilder OnlineshopPreisschilder

Eine effektive Preisschildgestaltung liefert nicht nur dem Kunden eine bessere Orientierung, sondern bringt auch mehr Umsatz. Wie man den Preis anlockend macht und den Kunden vom Preis überzeugt? Man muss mit dem Preisschild arbeiten:

  • Den Preis vor und nach dem Rabatt anzeigen, und den „neuen“ Preis rot markieren;
  • Den besonderen Status vom Artikel hervorheben: „Neu!“, „Bestseller“, „Empfohlen von …“ u.Ä.;
  • Die Anzahl von Artikeln mit speziellem Preis anzeigen: nur noch 100 Taschen je 50 EUR, danach – je 60 EUR;
  • Countdown erstellen: bis 30 September ist der Preis vom Kinderschwimmbad 40 EUR, danach – 50 EUR – es sind noch X Tage, X Stunden, X Minuten.

Tipp: Verwenden Sie auch die „Spar-Wörter“: Findet sich auf dem Schild noch Platz, umschreiben Sie Ihr Produkt mit Spar-Attributen wie „sparsam“, „niedrig“, „gering“, „reduziert“ oder „verringert“. Diese Begriffe assoziiert man automatisch auch mit dem Preis.

19. Call-to-action

Call to actionDer Call-to-Action-Button als eine Handlungsaufforderung kann zum:

  • „Kaufen“ („Bestellen“),
  • „Herunterladen“,
  • „in den Warenkorb Legen“

usw. animieren. In der Regel befindet sich der Button zur Klickaufforderung im Zentrum des Angebots. Das verkürzt den Weg zum Kauf, mit einem Klick kann man den Artikel kaufen, ohne weitere Aktionen auf der Seite zu tätigen.
Motivierende Phrasen wie „Rufen Sie uns an“, „Kontaktieren Sie uns“ oder „Senden Sie eine E-Mail“ fördern die Leadgenerierung. Es lohnt sich, die Kontaktdaten im Header oder im Footer anzuzeigen. So kann sich der User jederzeit mit Ihnen in Verbindung setzen beziehungsweise die Rückmeldung bekommen, ohne auf die Startseite zurückzugehen.

Tipp: Die Platzierung der Buttons hängt von vielen Faktoren ab: zum Beispiel von den Absichten der Besucher oder der angebotenen Artikel. Die Call-to-action sollte aber durch Farbe, Form und Größe hervorgehoben werden.
Wichtig ist, dass sich die Farbe vom Rest der Website abhebt und sofort ins Auge fällt. Der Text soll klar und deutlich formuliert werden.

20. Bewertungen

Bewertungen für OnlineshopDas beste Mittel zur Kundengewinnung und Kundenbindung sind die Bewertungen. Sie wirken positiver als die Werbung, denn das sind richtige Menschen und richtige Meinungen.
Laut der Statistik lesen 86 Prozent der Kunden vor dem Kauf die Bewertungen über Artikel, und 79 Prozent vertrauen diesen Bewertungen uneingeschränkt. Die Artikelbewertungen bilden die Meinung Ihrer Kunden. Sie sind ein „Beweis“, dass andere Kunden Ihnen vertrauen. Außerdem werden neue Kunden schneller überzeugt, bei Ihnen zu kaufen. Deshalb ist es wichtig, die Kritik in Betracht zu ziehen und positive Bewertungen zu fördern.
Die Bewertungen hinterlassen den Eindruck eines seriösen und vertrauenswürdigen Anbieters. Geben Sie Kunden die Möglichkeit, über ihre Einkäufe zu berichten und so mit anderen zu teilen, was für eine Erfahrung sie beim Einkauf und mit dem Produkt gemacht haben.

Tipp: Sie können den Kunden E-Mails senden, damit Sie die Produkte und Ihren Service bewerten. Das hilft Ihnen nicht nur beim Marketing, Sie können mithilfe der Kritiken auch Verbesserungsmaßnahmen durchführen.

21. Kundenservice

Kundenservice Eine wichtige Rolle im Business spielt das Vertrauen. Das Erste, was der Kunde im Onlineshop sehen will, ist neben den Bewertungen auch die Möglichkeit, sich mit einem Vertreter des Shops in Verbindung zu setzen. Das Telefon ist immer noch einer der beliebtesten Kanäle, wenn es um die Beratung oder Unterstützung durch einen Unternehmensmitarbeiter geht.
Man kann einen virtuellen Berater kontaktieren und einen Chat starten, der im Verlaufe der Besuchszeit im Onlineshop aufpoppt und fragt, ob man Hilfe benötigte. Ein Online-Produktberater (echt oder virtuell) hilft dem Kunden, das Angebot schnell kennenzulernen und den gewünschten Artikel zu finden. Damit der Kunde sich wichtig fühlt,

  • bearbeiten Sie die Bestellungen schnell
  • informieren Sie ihn über den Status der Bestellung und Lieferzeiten
  • rufen Sie ihn an, damit er die Bestellung bestätigt

Tipp: Weitere Möglichkeiten für die Kundenberatung sind: FAQ (Seite mit häufig gestellten Fragen), Kontaktformular und Forum.

22. Pop-up-FensterPop-up Fenster

Diese Funktion muss man richtig und unaufdringlich verwenden. Pop-up-Fenster sollen nicht mehr als zwei Felder zum Auffüllen haben. Zeigen Sie die Pop-up-Fenster nicht sofort, das irritiert die Kunden. Sie brauchen Zeit, um sich mit der Website bekannt zu machen. Die optimale Zeit zum Anzeigen der Pop-up-Fenster ist individuell.
Damit die Kunden Ihnen ihre Kontakte geben, sollen die Pop-up-Fenster eng mit dem Content verbunden sein. Abhängig vom Content der Seite, die der Kunde ansieht, bieten Sie ihm entsprechende Services an. Liest er einen Artikel im Blog – bieten Sie ihm den Versand neuer Artikel an, ist er auf der Seite mit Sonderangeboten – bieten Sie ihm neue Ermäßigungen an. Letztlich können Sie auch mit diesen Maßnahmen den Umsatz erhöhen.

Wie bestimmt man die optimale Zeit?
Gehen Sie auf Web-Analytik und bestimmen Sie die durchschnittliche Zeit, die die Kunden auf dieser Seite verbringen. 40 Sekunden? Dann zeigen Sie Pop-up-Fenster etwas früher, zum Beispiel in 35 bis 38 Sekunden.

23. Landing Page

Landing PageEine gelungene Landing Page kann die Konversion bei einem bestimmten Produkt wesentlich verbessern. Somit ist die Erstellung von Landing Pages gerade für Onlineshops mit stark erklärungsbedürftigen Produkten besonders wichtig. Eine Landing Page ist eine „Erklärungsseite“, die hilft, ein Produkt oder eine Produktgruppe besser zu verstehen. Diese ist normalerweise auf ein bestimmtes Keyword oder bestimmte Keywords optimiert und wird oft für Online-Werbungs-Kampagnen erstellt, um z.B. die Adwords-Kosten zu reduzieren und eine bessere Platzierung bei Google zu erreichen.
Die Gestaltung einer Landing Page soll übersichtlich, gut strukturiert und informativ sein. Diese soll eine aussagekräftige Überschrift, hilfreiche Bilder oder Videos haben. Das einzige Ziel einer Landing Page ist die Handlungsaufforderung, einen Call-to-ActionButton anzuklicken, welcher zum Kaufen, Herunterladen, oder Besuchen einer anderen Seite animieren soll. In der Regel soll ein Call-to-Action- Button gut sichtbar sein und kann sogar an mehr als einer Stelle platziert werden. Je nach Ihrer Verkaufsstrategie kann ein Produkt direkt von Landing Page gekauft werden oder von dieser nur verlinkt sein.

Tipp: Landing Pages können außerdem auch einen effektiven Weg darstellen, um E-Mail-Adressen der potenziellen Kunden zu sammeln.

24. E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing- Maßnahmen tragen zur Umsatzsteigerung und Erhöhung der Kundenzufriedenheit bei. Wichtige Tipps:

  • E-Mail MarketingBeginnen Sie E-Mail-Marketing mit einer herzlichen Begrüßung. Eine persönliche Anrede ist für den Aufbau guter Kundenbeziehungen entscheidend.
  • Versenden Sie regelmäßige Newsletter. Sie können Ihre Kunden über Neuheiten und Rabatte informieren oder nützlichen Content schicken. So wecken Sie das Interesse Ihrer Kunden an den Shop und animieren sie zum Kauf.
  • Sie können den Kunden auch persönliche Empfehlungen zusenden (anhand der Informationen über ihre vorigen Bestellungen (Dabei hilft auch ein CRM, siehe Punkt 15).
  • Wenn der Kaufprozess abgebrochen wurde (nachdem der Kunde die Artikel in den Warenkorb gelegt hat), senden Sie ihm eine E-Mail, welche das Ziel verfolgt, dass der Kunde den Kaufprozess fortsetzt.
  • Informieren Sie Ihre Kunden über den Status der Bestellung, bedanken Sie siche für die Bestellung – also begleiten Sie ihren Kauf: Das fördert die Kundenbindung.
  • Senden Sie auch Umfragen – das zeigt den Kunden, dass seine Meinung wichtig ist und hilft Ihnen, den Service zu verbessern.

Tipp: E-Mail-Marketing soll unaufdringlich sein und nicht zu oft durchgeführt werden.

25. Danke-Seite

Die Danke-Seite gibt dem Kunden die Sicherheit, dass die Daten einer Aktion erfolgreich und korrekt übermittelt wurden. Diese Seite kann auch für bessere Kundenbindung, Marketing- Maßnahmen sowie Erhöhung der Käufe genutzt werden.

Tipps für optimale Nutzung der Danke-Seite:

  • Danke-SeiteVermitteln Sie dem Kunden das Gefühl, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat: durch Gratulation, Unterstreichen der Qualität oder der Marke usw.
  • Informieren Sie den Kunden über das weitere Vorgehen.
  • Bieten Sie ein Abo für einen Newsletter an.
  • Fordern Sie zum Teilen auf Facebook, Twitter u.Ä. auf.
  • Animieren Sie zum Weiterkaufen (bieten Sie beispielsweise ähnliche Produkte an)
  • Geben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen, an einer Umfrage teilzunehmen oder eine Bewertung zu hinterlassen.

Tipp: Benutzen Sie nicht alles auf einmal, sonst überfordern Sie den User! Überlegen Sie sich, welches Ziel Sie mit Ihrer Danke-Seite verfolgen möchten.

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Erfolgsfaktoren für Onlineshop